Namibia

  • Einreise:

    Touristen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz benötigen kein Visum, wenn sie nicht länger als 90 Tage im Land bleiben wollen. Es genügt der gültige Reisepass, welcher noch mindestens sechs Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig sein muss. Bitte achten Sie darauf, dass für das Visum im Reisepass noch mindestens eine Doppelseite frei sein muss. Bei der Ankunft ist eine Arrival Card mit den persönlichen Daten und eine Erklärung über evtl. mitgebrachte Lebensmittel auszufüllen. Für Minderjährige unter 18 Jahre ist zusätzlich die Geburtsurkunde im Original mitzuführen.

    Informationen finden Sie auch unter www.auswaertiges-amt.de

     

    Zeitunterschied

    Namibia  ist zwei Stunden der Greenwich Mean Time voraus, eine Stunde mitteleuropäischer Winterzeit voraus.

    Sprache:

    Die offizielle gemeinsame Sprache ist Englisch. Deutsch (32%) und Afrikaans (60%) wird von vielen Menschen in Namibia gesprochen, da Namibia viele Jahre eine deutsche und südafrikanische Kolonie  war. Namibia besteht auch aus vielen Völkern und daher gibt es eine Vielzahl von Sprachen, zum Beispiel wird Oshiwambo von 48% und Herero  von 10% der Bevölkerung  gesprochen. Stammes-Sprachen wie  Naro und Kung-ekoka werden ebenfalls in Namibia gesprochen (Sprachen, in denen das “klicken” mit der Zunge ein Teil des Alphabetes und somit der Sprache ausmacht).

    Klima/Kleidung

    Mit einem Durchschnitt von 300 Sonnentagen pro Jahr ist Namibia eines der sonnenreichsten Länder. Das Klima ist trocken und auch nach Niederschlägen herrscht eine niedrige Luftfeuchtigkeit.
    Allerdings gibt es große regionale Unterschiede des Klimas in Namibia. Im zentralen Hochland rund um die Hauptstadt Windhoek auf ca. 1.700 Meter über dem Meeresspiegel beträgt die Temperatur im Sommer (zum Beispiel im Januar) etwa 30 ° C während des Tages und etwa 17 ° C in der Nacht. Im Winter (zum Beispiel im Juli) liegen die entsprechenden Temperaturen bei 20 ° C tagsüber und ca. 7 ° C in der Nacht. Es regnet  nur etwa 370 mm pro Jahr und die meisten Niederschläge werden hauptsächlich von Januar bis Mai erwartet. In den Wüsten Namib und Kalahari liegt die Temperatur im Sommer bei über 40 ° C, während in den Wintermonaten ungefähr  20 ° C bis 25 ° C herrschen. In der Nacht kann die Temperatur unter 0 ° C fallen. Das Klima entlang der Küste unterscheidet sich vom Rest des Landes. Die speziellen Winde und Strömungen entlang der Atlantikküste bewirken, dass sich etwa 200 Tage im Jahr ein Dunst vom Meer in einiger Entfernung in das Land erstrecken kann. Die Durchschnittstemperatur in Swakopmund liegt imSommer (zum Beispiel Januar) bei ca. 20 ° C, während im Winter im August die Temperatur auf ca.  16 ° C fällt. Durch den Nebeldunst kann es sich kühler anfühlen. Im Südwinter (Mai-September) herrschen in Namibia angenehme Tagestemperaturen (um 25°C), nachts wird es aber kalt, nicht selten mit Frösten. Man muss also sommerliche Kleidung aber auch warme Übergangskleidung und Pullover mitnehmen. In den Sommermonaten ist es tagsüber heiß, und nachts kühlt es nicht genügend ab, um gut schlafen zu können. Für diese Zeit braucht man leichte, besonders luftdurchlässige Kleidung. Und stets wichtig sind leichte Kopfbedeckung, Sonnenbrille, Sonnenschutzmittel und feste Schuhe.

    Währung:

    Die Währung in Namibia wird Namibia-Dollar genannt. Gängige Kreditkarten wie Visa und Master Card werden häufig akzeptiert, sowohl zur Zahlung als auch an Geldautomaten (ATMs) in den Städten. Kreditkarten werden in Hotels, Restaurants und Geschäften verwendet, aber nicht bei kleinen lokalen Märkten.

    Essen:

    Die namibische Küche ist stark durch deutsche Küche und teilweise auch durch die südafrikanische Küche beeinflusst. Es gibt oft Wild oder Rindfleisch, insbesondere das Rindfleisch ist von sehr hoher Qualität. Es werden viele Gewürze und Kräuter benutzt, dieses auf eine leckere und nicht sehr scharfe Art und Weise. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Spezialitäten von den namibischen  Stämmen, wie Polenta, geröstete Larven und Mopani-Würmer. Es wird lokal Bier gebraut – versuchen Sie ein  Hansa oder Camelthorn. Wein wird lokal nur in sehr geringen Mengen produziert und kommt in der Regel aus Südafrika.

    Autofahren:

    Im gesamten südlichen Afrika herrscht Linksverkehr. Neben dem nationalen Führerschein sollte man einen internationalen Führerschein mitbringen. In allen Orten gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h, außerhalb von Ortschaften auf asphaltierten Landstraßen gilt 120 km/h. Auf Schotterpisten sollte man nicht schneller als 80 km/h fahren. Es passieren alljährlich viele Unfälle durch zu schnelles Fahren auf nicht asphaltierten Straßen. Touristen sind meist nicht genügend mit den Gefahren auf solchen Straßen vertraut und überschätzen die Bodenhaftung, vor allem in Kurven. Geschwindigkeitskontrollen per Laserpistole sind üblich, vor allem in Windhoek und Umgebung. Auch Parksünder werden mit empfindlichen Strafen belegt. Es besteht Anschnallpflicht. Vermeiden Sie Überlandfahrten bei Nacht oder in der Dämmerung. Der Wildwechsel ist in Namibia erheblich, auch wenn die Farmen meist eingezäunt sind. Besonders gefährlich ist ein Zusammenstoß mit einem Kudu, die problemlos über 2 Meter hohe Zäune springen. Sollte sich eine Nachtfahrt nicht umgehen lassen, so fahren Sie niemals schneller als 80 km/h.

    Trinkgelder:

    Es ist üblich in Restaurants 10% Trinkgeld zu geben. Gepäckträger bekommen 5 bis 10 N$. An Tankstellen gibt man 2 bis 5 N$ Trinkgeld.

    Straßen:

    Das namibische Straßennetz ist gut ausgebaut und im allgemeinen gut gepflegt. Auf mehr als 5.500 km Asphaltstraßen und 37.000 km Gravel Roads (Schotter) kann man das Land problemlos mit einem PKW bereisen. Die Sand-, Kalk- und Salzstraßen sind sehr gut gewartet und gut befahrbar, sofern es nicht heftig regnet. "C" Straßen sind meist in besserem Zustand als "D" Straßen. Vor allem in bergigen Regionen können letztere recht holprig sein.

    Elektrizität:

    Die Spannung in Namibia beträgt 220-230 Volt Wechselstrom. Steckdosen sind dreipolig und sind mit den südafrikanischen identisch. Adapter kann man vor Ort in fast jedem Supermarkt kaufen. Auf Farmen wird die Stromversorgung oft durch Diesel Generatoren sichergestellt. Meistens laufen sie aber nur tagsüber. Nachts gibt es Kerzen oder Licht aus der 12 Volt Batterie.

    Fotografieren:

    Sofern Sie noch auf Analog-Material fotografieren, bringen Sie Ihre Filme besser mit. Filme sind in Namibia relativ teuer. In vielen Städten gibt es 1-Hour-Film-Service, also Filmentwicklung innerhalb einer Stunde. Dia Entwicklung nur in Windhoek. Gute Tieraufnahmen sind im Allgemeinen nur mit lichtstarken Teleobjektiven und Autofokus möglich. Fotografieren ist überall erlaubt. Wenn Sie Menschen fotografieren, fragen Sie sie bitte stets um Erlaubnis. Schützen Sie Ihre Kamera auf Überlandfahrten und besonders auf Pirschfahrten bei offenem Fenster vor Staub.

    Impfungen:

    Es sind keine Impfungen für Namibia erforderlich. Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt den Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A und B. Eine Malaria-Prophylaxe (z.B. mit Lariam) ist nur sinnvoll, wenn Sie in Gebiete nördlich des Etoscha Parks oder in den Caprivi reisen wollen. Besser ist es, sich vor Mückenstichen zu schützen, denn kein Malaria Mittel bietet totalen Schutz. Wenn Sie trotzdem Malaria bekommen, sind Sie den Erregern relativ schutzlos ausgeliefert. Wichtig ist, nach Ihrer Rückkehr aus Malaria Gebieten sorgsam auf Malaria Symptome zu achten und ggfs. sofort zum Arzt zu gehen und Malaria Medikamente einzunehmen. Eine gültige Gelbfieberimpfung wird bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet verlangt.

    Notruf:

    Polizei-Notruf (SAPS) vom Festnetz / Münztelefon: 10111
    Flugrettung: 112
    Automobile Association AA (Pannenhilfe): 061 224201
    Sperr-Notruf für Deutschland (EC-, Kreditkarten): 0049 116 116

    Alkohol und Zigaretten:

    Alkoholische Getränke dürfen nur in lizensierten Restaurants oder Bottle Stores ausgegeben werden. Die von Umfulana gebuchten Gästehäuser geben alkoholische Getränke aus. Empfehlenswert unter den Bieren ist Windhoek Lager, das nach deutschem Reinheitsgebot gebraut ist. Rauchen ist in öffentlichen Gebäuden und Restaurants untersagt. Manche Restaurants haben Raucherecken oder erlauben das Rauchen in Bars.